verlorene orte

meine hände greifen nach dem staub,
der sich auf die dinge, die du zurückgelassen hast, legt.
jeder gedanke ist ein verlorener ort,
weil du dort nicht mehr bist.
und deine abwesenheit ist das einzige, was bleibt.
ich lehne mich an sie,
lasse mich von ihr tragen.
ich treibe mit dem fluss des lebens,
mundlos und stumm,
denn das rauschen des wassers ist lauter,
als jedes wort, das ich für dich habe.
unsere liebe wird zum ufer dessen,
was wir versäumt haben;
zum abgrund des ewigen wenn und hätte.
zurück bleibt der schlamm der erinnerungen,
in dem keine wurzel mehr zu schlagen vermag.
(03122025)